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Tuning-Tipps

Tuning bringt's?!

 

Tuningtipps werden gerade im Internet inflationär gehandelt. Manche Tipps sind mehr als fragwürdig, andere probierenswert. Oft bringt eine einzige Maßnahme nur einen geringen Effekt, mehrere Tuningmaßnahmen aber ein mehr als deutlich hörbares Ergebnis.Ich möchte mich hier nicht mit Binsenweisheiten aufhalten, sondern nur einige Tipps geben, die absolut sicher zu einer Klangverbesserung führen, ohne den Anspruch auf Vollständigkeit zu erheben.

 

Stromversorgung verbessern

Den gößten Erfolg erzielen Sie immer, wenn Sie die Stromversorgung Ihrer Anlage optimieren. Der Königsweg ist die Leitung vom Sicherungskasten, die nur Ihre Anlage speist. Entgegen anderen Stimmen empfehle ich eine normale NYM Leitung aus dem Baumarkt, mit einem Aderquerschnit vo 2,5qmm, abgesichert mit einer Audio-Fuse, verbunden mit einer guten Steckdose mit Schraubkontakten. Sie brauchen hier nicht die Superduper Steckdose mit Goldkontakten und Rennwagendesign für fettes Geld kaufen, wichtig ist, dass die Steckdose SCHRAUBKONTAKTE hat. Eine prima Variante ist auch statt der Steckdose eine Herdanschlussdose zu verwenden. Wenn diese Installation nicht möglich ist, sollten Sie den Sicherungsautomaten in Ihrem Sicherungskasten gegen eine Audio-Fuse tauschen, wie auch die Steckdose, an der Ihre Anlage hängt.Wenn Sie jetzt noch eine hifidele Netzleiste, wenn möglich eine sternförmig verdrahtete und audiophile ungeschirmte Netzkabel einsetzen, werden Sie Ihre Anlage nicht wiedererkennen. Sie dürfen sicher sein, dass eine optimierte Stromversorgung mehr als 60% an Klangsteigerung bewirkt, ungleich mehr, als Sie mit NF- und LS-Kabeln erreichen können. Tipp: Wenn Sie Ihre Netzkabel selber konfektionieren und geschirmtes Kabel bevorzugen, bauen Sie keine Kabel unter 1,5m Länge, sie klingen, und zwar schlechter. Grössere Längen  sind kein Problem, dies gilt nur für geschirmtes Kabel, ungeschirmte Netzkabel können Sie in jeder Länge konfektionieren, auch hier würde ich von einer Mindestlänge von einem Meter ausgehen.



 

Eine ausgephaste Anlage klingt einfach besser

Hier geht es nicht darum einfach die Phase am Stecker und an der Kupplung zu markieren. Drehen Sie den Schukostecker in der Leiste oder in der Steckdose, schon liegt die Phase auf der anderen Seite. Es gilt die Phase der Komponente zu bestimmen, was man mit einem Phasenbestimmungsgerät tun kann, der nette Hifi-Händler von nebenan leiht sowas gerne aus, oder man kann die Geschichte mit einem Multimeter angehen, ein wenig komplizierter aber lohnenswert. Die genaue Anleitung habe ich von meiner Homepage genommen, weil ich immer wieder von selbsternannten Aufsichtspersonen angemailt worden bin, dieses Verfahren sei nicht VDE-konform, ist es auch nicht, aber es müssen ca. 40 verschiedene Faktoren auf einander treffen, dann kann man auch mal einen gewischt bekommen. Lange Rede kurzer Sinn, ich weiss immer noch wie es geht und bin auch bereit in Einzelfällen mein Wissen zu teilen.

Trauen Sie niemand, der Ihnen Netzkabel anbietet, an denen an Stecker und Kupplung die Phase markiert ist oder nur am Stecker oder nur an der Kupplung, im Netz gibt es die skurrilsten Erklärungen für diesen Schwachsinn. Erst nachdem Sie die Phase des Gerätes bestimmt haben können Sie die Phase markieren. Dieses Kabel sollte dann aber auch nur für das Gerät mit der bestimmten Phase verwendet werden, schliessen Sie mit dem Kabel ein anderes Gerät an, so ist es Zufall, wenn die Phase mit der Gerätephase übereinstimmt.

 

Netzsymmetrierer einschleifen

Ein Riesentipp ist ein Netzsymmetrierer, besser als alle Netzfilter und Trenntrafos, denn die vorgenannten Geräte bewirken immer einen Dynamikverlust, auch wenn die Hersteller behaupten, genau ihre Produkte machten das nicht. Kunden haben mir von hochgelobten Filtern in der 3500,00€-Klasse berichtet, zunächst schien das gesamte Klangbild ruhiger und stimmiger zu werden, aber spätestens nach zwei Wochen langweilte das so beruhigte Klangbild der Massen, dass das Filter wieder aus der Anlage genommen wurde.

 

 

Gerätebasen

Eine sehr gute Lösung ist ein Brett aus 8mm furnierter einfacher Spanplatte. In die Unterseite lässt man sich vom Schreiner ein sonnenförmiges Muster einfräsen, 4mm tief und 4mm breit. Grundgedanke ist: Geräteresonanzen werden über eine geringe Masse schneller abgeleitet, als über eine schwere Masse.Diese Gerätebasis ist preiswert, wirkt immer, sogar wenn Sie Ihre Anlage nicht in einem Rack stehen haben, sondern z.B. auf einem Sideboard, dann nur bitte keine Filzplättchen oder ähnliches auf die Unterseite kleben.

 

Gerätefüsse, Spikes und Co.

Ich denke jeder hat schon damit experimentiert und jeden Monat kommen 100 neue Produkte, die meisten mundgekaut und in Vollmondnächten von Jungfrauen besprochene Teile auf den Markt, da die Jungfrauen aber scheinbar ein tierisches Honorar bekommen, sind diese Produkte sündhaft teuer. Meine Empfehlung, nehmen Sie Cardas Myrtlwwood Blocks, preiswert und gut.